Die Aufführung!

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Foto: Davide Tremolada

Nur noch wenige Tage….

….und dann zeigen wir was wir einen Abschluss. Alle Beteiligten sind aufgeregt. Der Umgang miteinander in der Gruppe ist wieder rauer. Es ist warm geworden und zu den Proben fehlen auf einmal Teilnehmer weil sie am See sind. Dann sind plötzlich alle wieder da und tanzen wie wild über die Bühne. Jeder einzelne hat eine sehr starke Energie. Es ist nicht immer einfach, allen gerecht zu werden.  Eine gewisse Härte im Umgang miteinander scheint  dazuzugehören. Ich bin gespannt ob die Erfahrung einer Präsentation vor Publikum die Dynamiken innerhalb des Ensembles eher stärkt oder schwächt.

Es waren alle wieder da!

…aufmerksam, konzentriert, voller Lebenskraft und Spielwut. Der Stein, der mir vom Herzen fiel, war durch ganz Weißensee zu hören. Anfangs haben wir die Ereignisse der letzten Probe noch mal durchgesprochen, dann 3 Szenen probiert und versucht zu strukturieren. Ich habe das Gefühl, daß jetzt tatsächlich alle achtungsvoller miteinander umgehen. Unser Projekt ist sicher kein klassisches Anti Mobbing Projekt geworden. Vielmehr eine Anti Mobbing Erfahrung. Hoffentlich können alle davon später etwas mit in den Alltag nehmen. Morgen gibt es hier erste Fotos der Proben. In 10 Tagen ist schon Premiere. Mal sehen was das Publikum zu unserem Experiment sagen wird.

Mobbing…

hat sich zu einem ernsthaften Problem entwickelt. Es ist als würde die Gruppe das besprochenen Thema nachvollziehen/spiegeln. Mir (Stefan) als Projektleiter ist heute der Kragen geplatzt.  Als ein Teilnehmer die Respektregel durchbrach wurde ich lauter und forderte die Einhaltung der selben ein. Daraufhin verließ er die Probe. Er kehrte später als Beobachter zurück. Im Gespräch danach entschuldigte ich mich bei Ihm für die Form doch in der Sache blieb ich auf meinem Standpunkt. Ich verlangte Aufmerksamkeit, Konzentration und Respekt für alle. Danach haben wir konzentriert weitergeprobt. Trotzdem war das eine Erschütterung. Außerdem haben uns andere Besucher des Maxims ein Bühnenbild gemalt. Der Planet M hat jetzt ein Gesicht.

Heute…

haben wir alle Übergänge geprobt. Langsam entsteht wirklich ein Stück. Wir haben uns entschlossen den selbstentwickelten Szenen jeweils ein offenes Ende zu geben. Denn die bisherige Erfahrung aus dem Projekt ist, das wir auch keine wirkliche Antwort auf das Mobbing Problem haben. Bisher rausgestellt hat sich: Klare Regeln sind wichtig. Dinge ansprechen ist wichtig. Aufgaben gleichmäßig verteilen ist wichtig. Achtung und Aufmerksamkeit von allen, für alle ist eine Grundregel. Da alle Teilnehmer freiwillig da sind, fehlt es uns manchmal an Mitteln zur Durchsetzung dieser Regeln. Festzustellen ist, jeder Teilnehmer hat seine eigene Kraft und Qualität. Wir kommen jedes Mal geplättet und nachdenklich aus den Proben. Ich glaube sowohl Projektleitung als auch Teilnehmer lernen viel.

Der Planet M…

entwickelt sich weiter. Es wird getanzt, gezaubert und ja auch gemobbt. Auf wie vor der Bühne. Gar nicht so einfach bei einem solchen Thema das Gleichgewicht in der Gruppe zu halten. Alle arbeiten mit voller Energie. Mit Ihrer Energie. Wir haben uns entschlossen, keine Lösungen anzubieten sondern mit dem ganzen Abend eher eine Frage zu stellen. Z.B. wie könnte das aussehen, ein achtungsvoller Umgang miteinander. Nur noch 4 (!) offizielle Proben bis zur Aufführung. Wir sind gespannt.

Konzentration….

war das Stichwort der letzten Probe. Wir haben uns über das unterschiedliche Verständnis von Mobbing unterhalten. Als Ursachen wurde dabei genannt: Ausgrenzung, andere Meinung/Religion/Hautfarbe, Unsicherheit die überspielt wird, ein Sündenbock der gesucht wird, Überlegenheitsgefühle, Lügen und Gerüchte, Neid. Außerdem haben wir an Figuren für den Planeten M gearbeitet, denn hier wird unser Stück spielen. Bisher gibt es Zo Zero (ein Superheld), Lacy und Stacy (Nerds), Karl und Elsbeth Heinz (ein Eheaar), Lou (Tänzer!) und den Zwerg Marvin. Wir sind gespannt auf die nächsten Proben!

Warum Mobbing?

In der Zusammenarbeit mit Jugendlichen stellten wir immer wieder fest, wie sich schnell zerstörerische Gruppendynamiken bildeten. Wir wollten die Ursachen dafür auffinden und wissen was bedeutet das eigentlich Mobbing? Was kann jeder einzelne dagegen tun und gegebenen Falles damit umgehen? Und schwubs waren wir mittendrin im Projekt. Nach intensiver Arbeit hat sich am Maxim eine Gruppe von jungen Leuten gebildet, die sich immer Mittwochs trifft um miteinander zu arbeiten. Diese ist sehr unterschiedlich. Sowohl in Geschlecht wie Altersstruktur (von 8 bis 20). Deshalb haben wir nach kurzer Zeit beschlossen das im Antrag erwähnte Stück „Woyzeck“ als Dreh und Angelpunkt fallen zu lassen und allein von der Erfahrungen und der Fantasie der Teilnehmer auszugehen. So mobben jetzt nicht nur Menschen auf der Bühne sondern auch Tiere.

Hallo Welt!

Der Planet M ist ein Theaterprojekt mit jungen Leuten zum Thema Mobbing. Seit 3 Monaten arbeiten wir jede Woche um 15.30 im Jugendklub Maxim in Berlin Weißensee und wollen im Juni ein Stück zeigen. Über unsere Erfahrungen und Probleme schreiben wir hier. Viel Spaß beim Lesen! Der Planet M wird gefördert vom Bezirksamt Berlin Pankow ( im Rahmen des Projektfonds für kulturelle Bildung – Fördersäule 3). Ausführende Träger sind das Maxim und der Reaktionsraum e.V.